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Walnuss
Die Familie der Walnussgewächse (niederl. walnut = ?welsche Nuss?) besteht aus 8 Gattungen mit ca. 60 Arten. Sie sind normalerweise Bäume, es gibt aber auch ein paar strauchwüchsige darunter. Bis auf Afrika und Australien kommen sie weltweit vor.
Die Gattung Juglans (Walnuss, schweiz. Baumnuss) besteht aus 7 oder 8 Arten, die in Europa, Nordamerika, Mexiko, Bolivien, Jamaica und Asien verbreitet sind.
Der Walnussbaum ist ein Baum, dessen Mark in den Zweigen fächerig erscheint, mit meist nackten Endknospen, wechselständigen, unpaarig gefiederten, aromatischen Blättern, monözischen Blüten, von denen die männlichen in seitenständigen Kätzchen an vorjährigen Zweigen stehen, die weiblichen an diesjährigen Zweigen zu 1?3 endständig vereinigt sind; die Steinfrucht besitzt eine zweiklappige Steinschale und einen gelappten Samen.
Die hierzulande in der Regel vorzufindende Art ist der Echte oder Persische Walnussbaum (Juglans regia), ein 12?25 m hoher Baum mit verhältnismäßig kurzem Stamm und weit ausgebreiteter Krone, 5?9 länglichen, ganzrandigen oder schwach gezahnten Fiederblättchen und meist eiförmiger, auf dem Scheitel kurz gespitzter, grüner, weiß punktierter, endlich schwarzer Frucht. Diese Art stammt wohl aus dem heutigen Iran und vielleicht aus dem Hochland Zentralasiens, kam aber früh über Kleinasien nach Griechenland. Er wird durch Samen fortgepflanzt, wächst sehr schnell und erreicht ein Alter von mehr als 100 Jahren.
Das Holz junger Bäume ist unbrauchbar; später aber wird es hart, zäh und elastisch, und das Kernholz nimmt ein schwarzbraun marmoriertes Muster an. Es ist fein, etwas glänzend, leicht spaltbar, im Trockenen sehr dauerhaft und als Nutzholz beliebt.
In der Vergangenheit dienten die Blätter als Mittel gegen Skrofulose, außerdem, ebenso wie auch die grünen Fruchtschalen, zum Färben, namentlich des Holzes, aber auch zur Haarfärbung. Das Waschen mit einem Sud der Blätter schützte alten Enzyklopädien zu Folge Pferde vor Mücken und Stechfliegen.
Die Walnuss ist keine echte Nuss
Unreife Walnüsse werden eingemacht und zur Bereitung eines Likörs benutzt; die reifen werden gegessen, auch presst man aus den Kernen fettes Walnussöl. Im Handel sind am häufigsten die gewöhnlichen Walnüsse (die kleinsten als Kriebelnüsse), außerdem die hartschaligen Schlegelnüsse von 6,5 cm Länge und 2,6 cm Durchmesser, die weichschaligen Pferdenüsse, deren Schalen zu kleinen Etuis etc. verarbeitet werden (daher noix à bijoux), und die Meisennüsse mit sehr zerbrechlicher Schale. In geringen Mengen enthalten Walnüsse Ellagsäure.
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