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Kichererbse

Die Kichererbse (botanisch Cicer arietinum L.) ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Der Name stammt vom lateinischen Cicer ( = Erbse) beziehungsweise vom norddeutschen Kicher, was ebenfalls Erbse heißt. Im Französischen heisst die Kichererbse "poire ciche".

In Kleinasien war die Kichererbse schon vor 8000 Jahren im Anbau und wurde von dort in den Mittelmeerraum und nach Indien verbreitet. Sie stammt wahrscheinlich von der wild wachsenden Cicer reticulatum Lad. ab. Heute werden Kichererbsen in vielen subtropischen Gebieten der Erde angebaut, neben der alten Welt auch in Mittelamerika.

Die Kichererbse ist eine bis zu 1 m hohe, einjährige Pflanze. Die mit etwa 3 cm relativ kurzen Hülsen enthalten normalerweise zwei unregelmäßig geformte Samen von beiger, dunkler oder schwarzer Farbe.

Kichererbsen stellen geringe Ansprüche an den Boden und kommen mit wenig Wasser aus. In den gemäßigten Klimazonen sind die Erträge wegen mangelnder Wärme nur gering.

Die Kichererbse wird im Wesentlichen zur menschlichen Ernährung angebaut. Man kann sie fertig gekocht in Dosen oder als getrocknete Samen kaufen, ähnlich wie bei grünen Erbsen. Die getrockneten Samen werden kalt eingeweicht (12-24 Stunden und länger) und dann beispielsweise als Eintopf oder Püree zubereitet.

Die rohen Kichererbsen enthalten roh unverdauliche Giftstoffe, weshalb das Einweichwasser wegschüttet werden sollte, da es unverdauliche und blähende Stoffe enthält.

Aus gewürztem Kichererbsenbrei wird auch der im Nahen Osten und Nordafrika weitverbreitete Falafel hergestellt. In der syrischen Küche ist auch eine Paste unter anderem aus Kicherebsen und Sesam, genannt Hommos we Tahini (Schreibweise im lateinischen Alphabet variiert), sehr beliebt.

Es gibt 2 Sorten: die kleinen, runzeligen Samen aus Indien und die größeren rundlichen, beigegelben Samen aus dem Mittelmeerraum, die bei uns beliebter sind.

Hauptanbaugebiete sind heute Türkei, Nordafrika, Mexiko, Indien, Pakistan und Spanien. In Mexiko und Indien sind sie auch heute wichtiges Grundnahrungsmittel.

Kichererbsen enthalten rund 20% Eiweiß, 40% Kohlenhydrate und etwa 12% Ballaststoffe, viel Lysin, Vitamin B1, B6 und Folsäure. Der Mineralstoffgehalt an Magnesium, Eisen und Zink ist hoch. 100g enthalten 275 kcal/1152 kJ.

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